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von Schwarz und Weiss

… oder ein Wort in eigener Sache.
Wie passend, das heute auch Earth Day // Tag der Erde 2021 ist.

So langsam habe ich das Gefühl in eine bestimmte Richtung zu rutschen, in die ich nicht passe und gehöre.

Wie bei vielen anderen auch, hat sich mein Verständis für Natur, Ressourcen, Nachhaltigkeit und Klima in den letzten Jahre orientiert, geändert und relativiert.

Auch wenn es sich durch die Beiträge auf dieser Seite vielleicht anders darstellen mag, so bin ich doch ein absoluter Befürworter von erneuerbaren Energien.

Erneuerbare Energien sind ein absolutes Muss, um von den fossilen Brennstoffen weg zu kommen.
Irgendwie müssen wir unseren stetig steigenden Energieverbrauch einschränken, oder anderweitig decken können.

Kernenergie als angeblich ’saubere‘ Energie zeigt uns immer wieder unsere eigene Fehlbarkeit auf.
Die gravierensten Mahnmale hierfür sind Tschernobyl (Ukraine, 1986) und Fukushima (Japan, 2011).
Bis heute weiß niemand, wohin mit dem Abfall aus dem Rückbau und den eigentlichen Brennstäben.
Niemand möchte diese Zeugs haben.

Biogasanlagen können hier in die Bresche springen.
Allerdings stehe ich dem (quasi) Monoanbau von Mais und dem hohen Einsatz von Dieselöl für den Anbau, das Häckseln und den Transport in die Anlage, kritisch gegenüber.
Die Beschickung einer solchen Anlage mit Abfallprodukten aus der Lebensmittelindustrie, wie es ‚ReFood‘ betreibt, kann hingegen eine sinnvolle Alternative sein.

Allerdings kann ich nicht glauben, daß es sich wirtschaftlich rechnet, eine neue Anlage in Walsdorf-Hetzentännig zu bauen, um die dort aufbereiteten Speisereste im Anschluss in die rund 160km entfernte Biogasanlage Schwallungen zu befördern.
Völlig egal ob die Fahrzeugflotte mit fossilem Dieselöl, oder dem Biodiesel aus eigener Produktion der Tochterfirmen betrieben wird.
Mit mindestens vier Fahrten am Tag kommt hier ein beträchtliche Menge an Treibstoff und anderweitigem Abfall zusammen.

Eventuell wäre es sinnvoller, den Diesel gleich im Generator zur Stromerzeugung, als auf der Strasse beim Transport zu verbrennen.
Vielleicht ist der Bau einer weiteren Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk ja auch eine geplante Ausbaustufe, was aber mit Händen und Füssen abgestritten wird.

Nochmals:
Erneuerbare Energien sind das Ziel – Aber nicht um jeden Preis.

Gleiches gilt für Elektrofahrzeuge.
Hier hat es _das_ Automobil-Land, das Land von Dichtern und Denkern verpasst.
Man versucht stattdessen immer noch das ‚tote Pferd‘ – Verbrennungsmotor – zu reiten, anstelle sich vehemend um bezahlbare Alternativen zu bemühen. Schliesslich wird die Automobilindustrie ja auch kräftig mit Steuergeldern unterstützt.

Ich wünsche allen viel Freude mit ihrem, auch von mir mitfinanzierten, neuen E-Auto.

Resümee:
Ja, es braucht Recyclingbetriebe und auch die Müllentsorgung, da unsere Konsumgesellschaft sich nicht von heute auf morgen umstellen kann // will.

ReFood sollte neben bestehender Infrastruktur angesiedelt werden.

Ein Solarpark mit vierbeinigen Rasenmähern wäre ein schonender Ausbau.

Energiespeicherung, Haltbarkeit und Entsorgung in E-Autos ist nicht geklärt.

Synergiepunkte:
Wasserstoff, Brennstoffzelle, (Wasser)Elektrolyse, Jules Verne

Von Christian

besorgter Bürger, Denker, Nachbar